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DIE LINKE. im Bundestag

Schließungswelle von Geburtsstationen stoppen

 

DIE LINKE unterstützt bayerische Bürgermeister-Allianz

„Ich begrüße die Initiative der bayerischen Bürgermeister-Allianz für den Erhalt kleiner Geburtsstationen. Die Forderungen des Gebietskörperschaften übergreifenden Bündnisses für die Sicherung der wohnortnahen Geburtsbegleitung verdienen vollumfängliche Unterstützung“, erklärt der krankenhauspolitische Sprecher im Bundestag, MdB Harald Weinberg.

 

Insbesondere im ländlichen Raum komme es vermehrt zu Schließungen von Stationen mit weniger als 600 Geburten im Jahr. In Mittelfranken mussten beispielsweise innerhalb der letzten drei Jahre die Geburtsbegleitungen in den Kliniken Bad Windsheim, Neuendettelsau und Schwabach ihre Pforten schließen.

 

Die Unterfinanzierung kleinerer Geburtsstationen verortet Weinberg im System der Fallpauschalen (DRGs). Die Bundesregierung zwinge mit diesem System die Träger in dünner besiedelten Region de facto zur Abwicklung von Geburtsstationen: „Geburten sind höchst individuelle Vorgänge. Standardisierte Fallpauschalen haben in diesem Bereich rein gar nichts zu suchen.“

 

Weiter drängt Weinberg auf die Entlastung von Hebammen bei der Haftpflichtversicherung, damit dieser Beruf für junge Frauen wieder attraktiv wird: „Wir brauchen rasche und konkrete Maßnahmen auf Bundesebene um die Schließungswelle von Geburtsstationen zu stoppen. Die große Koalition hat bei der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Gesundheitsbereich völlig versagt.“