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DIE LINKE. im Bundestag

Einsatz für Güterzugtunnel im Westen – Stein: U-Bahnanschluss statt

Der Nürnberger Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg sieht bei Priorisierung von Projekten im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) für die Noris einigen Änderungsbedarf: „Im Großraum Nürnberg sind wie auch bundesweit zu viele Vorhaben von Straßenneubauten mit fragwürdiger Kosten-Nutzen-Relation im vordringlichen Bedarf. Demgegenüber sind zahlreiche Projekte der Verbesserung der Situation an Bahnlinien aufs Abstellgleis geschoben worden. DIE LINKE steht klar für eine Nachjustierung zu Gunsten der Schiene ein.“

Konkret will sich Weinberg für den Bau des bereits seit Jahrzehnten geplanten Güterzugtunnels zwischen Nürnberg-Doos und Fürth-Kronach einsetzen, der im BVWP nur noch nachrangig aufgeführt wird. Dieses Projekt bedeute „dringend nötigen Lärmschutz für zahlreiche Wohngebiete in Fürth und im Nürnberger Westen“. Das Umfeld der derzeitigen Trasse werde dadurch „deutlich aufgewertet“.

„Verwundert“ reagierte der Abgeordnete hingegen auf die Einstufung der Südumfahrung Steins mit  Rednitztunnel Richtung Eibach. Dass dieses Vorhaben nur zu einer Verkehrsumlenkung anstatt einer Verkehrsentlastung führe, sei inzwischen unbestritten. Der Nutzen des 130-Millionen-Bauwerks sei selbst für Anwohner der Steiner Ortsdurchfahrt marginal: Das Bundesverkehrsministerium sei stattdessen gut beraten, die Verlängerung der U-Bahnlinie 2 in die Stadt Stein hinein mit einem Bruchteil dieser immensen Kosten zu fördern.

„Diese von der bayerischen Staatsregierung beantragten Priorisierungen belegen, dass der Stellenwert Nürnberger Stadtratsbeschlüsse sowie Stellungnahmen von Umweltverbänden in der Münchner Staatskanzlei offenbar nicht allzu groß ist. DIE LINKE im Bundestag wird hier nachbessern“, fasst Weinberg zusammen.