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DIE LINKE. im Bundestag

„Beschäftigte brauchen Taten statt warmer Worte“

 

Für gesetzliche Mindestpersonalbemessung in Kliniken und Seniorenheimen

 

„Mit einer Schaufensterveranstaltung zwei Monate vor der Wahl können die Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und Melanie Huml (CSU) ihre Versäumnisse der vergangenen Jahre nicht vergessen machen“, erklärt der krankenhauspolitische Sprecher im Bundestag, MdB Harald Weinberg zum heute in Nürnberg stattfindenden „Pflegegipfel“. „Die Arbeitsbedingungen in der Pflege verschlechtern sich immer weiter. Während in Norwegen eine Pflegekraft vier Patienten betreut oder in den Niederlanden fünf, beträgt der Schlüssel in Deutschland 1:10. So entstehen Folgekosten in Milliardenhöhe durch Hygienemängel und Behandlungsfehler.“

 

Es dürfe niemanden verwundern, dass Arbeitnehmer in der Pflege den höchsten Krankenstand aller Berufsgruppen aufwiesen, so Weinberg weiter: „Die Arbeitsverdichtung ist für viele Kranken- und Altenpfleger nicht mehr tragbar. Daher brauchen die Beschäftigten endlich konkrete Taten statt warmer Worte. Es ist höchste Zeit für eine gesetzliche Mindestpersonalbemessung. DIE LINKE will so den ruinösen Wettbewerb zwischen Kliniken sowie zwischen Pflegeheimen auf dem Rücken von Angestellten und Patienten stoppen. Wir brauchen 100.000 Stellen mehr für Gesundheit und Pflege.“

 

Seine Partei habe diese Vorschläge solide gegenfinanziert, betont Weinberg: Mittels einer solidarischen Krankenversicherung, in die auch Beamte und Abgeordnete einzahlen, stünde mehr Geld für Gesundheit zur Verfügung. Der Arbeitnehmeranteil bei der Krankenversicherung könne durch das Konzept der LINKEN außerdem abgesenkt werden.