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DIE LINKE. im Bundestag

Ärztemangel: CSU verkauft alten Hut als Konzept - „Geld allein reicht nicht“

 

MdB Harald Weinberg: „Wir müssen an Strukturen ran und gezielt fördern“

 

Ärztehäuser auf dem Land als Anreiz – Solidarische Gesundheitsversicherung hilft bei Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse

 

 

 

„Rechtzeitig vor den Wahlen fällt der CSU die extreme Schieflage bei der Versorgung mit Hausärzten im Freistaat auf. Mehr als einen alten Hut bringt sie als Maßnahme jedoch nicht“, kommentiert der krankenhauspolitische Sprecher im Bundestag, MdB Harald Weinberg, aktuelle Aussagen aus der CSU-Fraktion[1].

 

Während etwa im Münchner Speckgürtel eine Überversorgung mit niedergelassenen Medizinern besteht, herrscht im ländlichen Raum zunehmend Ärztemangel. Als Beispiel führt der Ansbacher Abgeordnete seinen Heimatlandkreis an: Im mittelfränkischen Landkreis Ansbach gelten inzwischen vier von sieben Planungsregionen als akut unterversorgt oder drohend unterversorgt. Das Durchschnittsalter der Hausärzte nähert sich der 60-Jahr-Marke.

 

„Medizinstudenten mit Stipendien zur Niederlassung auf dem Land zu ködern, wie es die CSU vorschlägt, ist mit der freien Berufswahl nur schwer vereinbar und löst nicht den Kern des Problems nicht“, betont der Gesundheitsexperte der LINKEN: „Mein Ziel ist es, die Attraktivität des ländlichen Raums für Mediziner durch kommunale Ärztehäuser zu steigern. So werden junge Ärzte vom Verwaltungsaufwand entlastet und können sich stärker den Patienten widmen. Dieser weicher Standortfaktor muss von Land und Bund gezielt in den unterversorgten Regionen gefördert werden.

 

Weinberg weiter: „Wir müssen auch an grundlegende Strukturen ran, denn in Regionen mit mehr Privatversicherten gibt es mehr Hausärzte. Durch unser Konzept einer solidarischen Gesundheitsversicherung, in die auch Beamte und Abgeordnete einzahlen, können Über- und Unterversorgungen mit Ärzten abgebaut werden. So schaffen wir bei der Gesundheit gleichwertige Lebensverhältnisse für Stadt und Land.

 

[1] http://www.sueddeutsche.de/bayern/gesundheitspolitik-mehr-aerzte-aufs-land-1.3556031