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DIE LINKE. im Bundestag

MdB Harald Weinberg tritt im Wahlkreis Ansbach für den Bundestag an

ANSBACH / WEISSENBURG – Harald Weinberg tritt für den Wahlkreis 241 (Stadt und Landkreis Ansbach, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) bei den Bundestagswahlen im September 2017 an. Die Aufstellungsversammlung wählte am Samstag in Weißenburg den 59jährigen diplomierten Gesellschaftswissenschaftler einstimmig zum Direktkandidaten der Partei DIE LINKE. Harald Weinberg ist seit 2009 Mitglied des Bundestags und krankenhauspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Der Gesundheitsexperte zog bislang über die Landesliste als Kandidat des Wahlkreises Nürnberg-Nord ins Parlament ein. Nun kandidiert der Vater zweier Töchter, der seit 2014 in Ansbach lebt, für seinen neuen Heimatwahlkreis.

In seiner Bewerbungsrede strich Weinberg seine politischen Schwerpunkte für die Region heraus: „Ich sehe die Krise der stationären Gesundheitsversorgung in Westmittelfranken deutlich. Die Politik der großen Koalition nimmt die Schließung hunderter Krankenhäuser im ländlichen Raum in Kauf.“ Viele kommunale Träger ächzten unter der finanziellen Last während den Beschäftigten in der Pflege für immer mehr Patienten immer weniger Zeit zur Verfügung stünde. Gleichzeitig verschärfe die Bundesregierung den Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern: „Die Gesundheitspolitik von Union und SPD ist ein Förderprogramm für Renditen privater Klinikbetreiber und Beratungsunternehmen.“

Vielmehr müsse die flächendeckende Grundversorgung der Menschen in den Mittelpunkt rücken, umriss Harald Weinberg seine Ansätze für die Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten: „Ich stehe für eine solidarische Gesundheitsversicherung, in die auch Beamte, Selbstständige und Abgeordnete einzahlen. Damit können wir das Krankenhaussterben stoppen und die Kommunen spürbar entlasten. Diese Bürgerversicherung bedeutet zudem, dass den Arbeitnehmern durch sinkende Versicherungsbeiträge mehr netto vom brutto in der Lohntüte bleibt.“

Gleichwertige Lebensbedingungen für strukturschwächere Teile des Wahlkreises will Weinberg in weiteren Bereichen schaffen: „Es kann nicht sein, dass in vielen Ortschaften der Region kaum noch Busse halten. Ich werde mich für eine passgenaue Stärkung der ÖPNV-Zuweisungen des Bundes für den ländlichen Raum einsetzen. Mein Ziel ist, dass in einer alternden Gesellschaft Senioren auch auf dem Dorf selbstbestimmt leben können.“ Anpacken will Weinberg und DIE LINKE auch die Problematik der wachsenden Altersarmut. Gerade Frauen könnten oftmals von ihrer Rente nicht leben und müssten Grundsicherung beantragen. „Jeder soll seinen Lebensabend in Würde verbringen können. Daher muss in unserem reichen Land eine Mindestrente in Höhe von 1.050 Euro drin sein.“