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DIE LINKE. im Bundestag

„Für gleichwertige Lebensverhältnisse und gegen Zwei-Klassen-Medizin – Private Krankenversicherung abschaffen!“

In Bayern existieren extreme regionale Unterschiede bei der Versorgung mit niedergelassenen Fach- und Allgemeinärzten. Im Freistaat liegen mit dem südlichen Landkreis Passau (Versorgungsgrad: 183,4 Prozent) sowie Oberstdorf (173,9 Prozent) zwei der drei Regionen mit der größten Überversorgung Deutschlands und gleichzeitig das Bundes-Schlusslicht: Im Ansbacher Umland herrscht mit einem Versorgungsgrad von nur 56,7 Prozent akuter Ärztemangel[1].

Nicht zuletzt aufgrund des hohen Alters vieler niedergelassener Ärzte droht weiteren Regionen eine Unterversorgung. Sieben von neun Mittelbereichen in den alten Bundesländern, denen seitens der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) erhebliche Engpässe prognostiziert werden, liegen in Bayern. Betroffen sind Bayreuth, Bogen, Haßfurt, Moosburg/Isar, Selb, Viechtach und Vilsbiburg[2].

Der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Harald Weinberg, sieht bei der Gesundheitsversorgung den Grundsatz der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Freistaat grob verletzt: „Hier klafft Anspruch der Staatsregierung und Wirklichkeit meilenweit auseinander.“ Als Ursache der Ungleichgewichte streicht Weinberg die Quote der Privatversicherten heraus. Laut einer Studie der Ludwig-Maximilian-Universität München bedeuten ein Prozent mehr Privatversicherte zwischen zwei und drei Fachärzte pro 100.000 Einwohner mehr[3].