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DIE LINKE. im Bundestag

Nein zum Abriss des Katharinenspitals Forchheim!

Das Katharinenspital in Forchheim ist eine Institution mit großer Tradition. Seit dem 14. Jahrhundert wird hier ein Alten- und Pflegeheim betrieben. Träger ist eine Stiftung. Aufgrund veränderter gesetzlicher Bestimmungen ist eine umfassende Sanierung nötig. Wenn es nach dem Bürgermeister von Forchheim geht, soll das Heim abgerissen werden.

In Abstimmung mit der Bürgerinitiative  Pro Katharinenspital Forchheim besuchte Harald Weinberg,MdB (Die Linke) zusammen mit Mitgliedern des Kreisverbands Bamberg/Forchheim das Heim.

Der kleine Saal reichte kaum aus. BewohnerInnen, Angehörige und einige MitarbeiterInnen warteten gespannt auf das angekündigte Gespräch. Harald Weinberg führte in die schwierige aktuelle Situation des deutschen Gesundheits- und Pflegealltags ein. Rasch ergab sich ein interessanter Austausch zur brisanten Lage der Forchheimer Pflegekräfte und der HeimbewohnerInnen.

Wut und Verzweiflung der Anwesenden kam in ihren Beiträgen zum Ausdruck. Schließlich hieß es doch über Jahre, dass im Bestand renoviert würde und Heimverträge wurden noch vor 3 Monaten geschlossen. Die Sorgen galten zum einen dem Verlust einer liebgewonnenen Gemeinschaft, aber auch den häufig befristet beschäftigten PflegerInnen. Manche BewohnerIn zog es im Alter in die Heimat, das Heim wurde mit Bedacht gewählt.

Hinter dem Spital steht eine Stiftung aus dem 14.Jhdt.,die nun in städtischer Verwaltung ist.Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch Unterhaltung und Betrieb des Altenheims Katharinenspital in den jeweils dafür vorgesehenen Gebäuden in Forchheim und (neu seit 2000) die Errichtung, Unterhaltung und der Betrieb eines Krankenhauses in Forchheim. Sie soll mildtätig und gemeinnützig für bedürftige alte Menschen agieren.

Unisono herrschte die Angst entwurzelt zu sein, sich den geplanten Neubau von Wohnappartements mit etwa 13€/qm nicht leisten zu können und die nötige ambulante Versorgung nicht zu erhalten.Für OB Stumpf ist das Ganze „die Wohnform der Zukunft“.

Bisher hat nur ein Drittel der BewohnerInnen eine Zusage für einen Platz im Rotkreuzheim in Forchheim. Der Rest hängt wörtlich in der Luft. Wäre es zu einer Sanierung gekommen, hätte das alte Krankenhaus als Interim dienen können, doch ließ man dieses jahrelang leer stehen.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Bisher ist kein Heimvertrag gekündigt,beim Stadtratsbeschluss zum Abriss wurde bei 40 Stadträten mit 16:9 und vielen Enthaltungen abgestimmt. Eine weitere Sitzung Ende Juli befasst sich erneut mit dem Thema.

In dem Gespräch tauchten einige Ungereimtheiten auf. Sei es die Änderung des Stiftungszwecks zugunsten eines Krankenhausneubaus, die Vorstandschaft des OB beim Roten Kreuz und ein Heimneubau desselben. Ebenso sollten die Ausschreibungen und Abriss- & und Neubaukosten beleuchtet werden.

Harald Weinberg versprach dem OB zu schreiben und die Regierung Oberfranken wegen der Änderung des Stiftungszwecks einzuschalten. Die engagierten Diskussionsbeiträge und das Selbstbewusstsein der BewohnerInnen haben uns Besucher tief beeindruckt. Die Sache ist noch nicht entschieden!!!